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Minister und Abgeordnete informieren sich über „Kinder auf Schmetterlingsflügeln e.V.“

 

 

 

 

 

 

 

 

Personen v.l.n.r. oben:  Nowotny, Dr. Garg, Redmann, Wendlandt, Spiller;
unten: Dr. Naß, Keller, Burchard, Korth, Egen

Über das Interesse an einem gemeinsamen Termin zum Informations- und Gedankenaustausch freuten sich der ehrenamtliche Vorstand und Aktive des Vereins „Kinder auf Schmetterlingsflügeln e.V.“. Die Landtagsabgeordnete Sandra Redmann, die den Verein mit großem Interesse seit seiner Gründung begleitet, hatte den Termin nach einem Gespräch mit der Vereinsvorsitzenden Jutta Burchard angeregt. Am 02. November war es dann so weit: Dr. Heiner Garg, Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit in Schleswig-Holstein  nahm sich in Begleitung seines Pressereferenten Christian Kohl mehr als drei Stunden für ein Treffen Zeit.
Neben Sandra Redmann waren vom Vorstand des Vereins die 1. Vorsitzende Jutta Burchard, die stellvertretende Vorsitzende Martina Egen, Finanzverwalter Kurt Nowotny, Schriftführer Claus Korth und die Beisitzerin Dr. Susanne Naß sowie von der AG Bau Gaby Spiller ebenso anwesend wie die Koordinatorin des Vereins Martina Wendlandt. Thomas Keller, Bürgermeister der Gemeinde Ratekau in der sich der Vereinssitz befindet, stieß später hinzu. Claus Korth, bis zum Sommer 2010 selbst Vereinsvorsitzender, stellte den Gästen die Vereinsgeschichte von der Gründung bis heute vor. Darin beschrieb er auch das große öffentliche Interesse, die Entwicklungen bis heute und die damit verbundenen Ziele und Hoffnungen. Der Fokus des Vereins liegt derzeit beim Ausbau der ambulanten Familienhospizarbeit. Dazu gehören der Aufbau eines Ambulanten Familienhospizdienstes und die Weiterentwicklung der Angebote für trauernde Kinder,  Jugendliche und deren Familien. Koordinatorin Martina Wendlandt erläuterte ausführlich die Möglichkeiten der ambulanten Familienhospizarbeit zur Begleitung und Unterstützung von Familien, in denen ein Kind/Jugendlicher oder ein Elternteil lebensverkürzend erkrankt ist. Im Bereich der Trauerbegleitungen ist der Beratungs- und Begleitungsbedarf weiterhin sehr hoch. Gesundheitsminister Dr. Garg diskutierte angeregt mit den Teilnehmern und berichtete auch aus seinen zum Teil sehr persönlichen Erfahrungen, die seine politische Arbeit mit geprägt haben und auch dazu beitrugen, sich im Bereich der Gesundheitspolitik zu spezialisieren. Bürgermeister Thomas Keller legte dar, dass die Gemeinde Ratekau sehr am Vereinsgeschehen interessiert sei und diesen auch weiterhin unterstützen wolle. Diese stellt bereits seit mehreren Jahren kostenfrei ein Büro (Bahnhof Pansdorf) und zwei Trauergruppenräume (Grundschule) zur Verfügung.                                                                                                                                  Verschiedene Aspekte der Hospizarbeit, auch die schweren Belastungen einzelner Familien und der steigende Beratungs- und Unterstützungsbedarf wurden anschließend thematisiert und vertieft. Abschließend zeigte sich Minister Dr. Garg beeindruckt vom Konzept, den Plänen und dem Engagement des Vereins und seiner Mitglieder. Er bedankte sich für den informativen und spannenden Nachmittag und sicherte ebenso wie Sandra Redmann den Anwesenden seine weitere aufmerksame Unterstützung zu, zumal er zuvor wenig Kenntnis vom Verein hatte, der seinem Eindruck nach mit „Herzblut und hoher fachlicher Kompetenz“ arbeite.                                                                                                                                                                                                                     Für den Ambulanten Familienhospizdienst sucht der Verein derzeit Interessierte, die sich zu ehrenamtlichen SterbebegleiterInnen befähigen lassen möchten. Für detaillierte Informationen steht die Koordinatorin Martina Wendlandt zur Verfügung unter der Telefonnummer 04504-607370. Spenden an den gemeinnützigen Verein können über die Bankverbindungen bei der Dt. Bank Kontonr. 4 700 100 (BLZ 23070700) oder der Sparkasse Kontonr. 134 105 246 (BLZ 213 522 40) gerichtet werden.

 

Artikel aus "Der Reporter" Timmendorfer Strand vom 13.12.2011

Familienhospizdienst: Ambulante „Schmetterlingsflügel“

Familienhospizdienst: Ambulante „Schmetterlingsflügel“
Pansdorf
Es war still geworden, um den 2006 gegründeten Verein „Kinder auf Schmetterlingsflügeln e.V.“ der sich eigentlich zum Ziel gesetzt hatte, ein Familienhospiz in Bosau zu errichten. Seit Mitte 2010 feststand, dass sich das ehrgeizige Projekt finanziell nicht umsetzen lässt, war man in Klausur gegangen. „Unser Wirtschaftsplan hat ergeben, dass der Bau eines Familienhospizes derzeit nicht möglich ist“, erklärt die erste Vorsitzende Jutta Burchard, „der Plan ist aber keinesfalls vom Tisch. Da es derzeit weder eine Förderung für den Bau noch für den Betrieb gibt, ist das Projekt im Moment einfach nicht finanzierbar. Um ein Familienhospiz zu betreiben, wären wir auf jährliche Spenden in Höhe von 120.000 Euro angewiesen. Eine Summe, die nicht realistisch ist.“ Mit neuem Konzept und einem neu zusammengesetzten Vorstand meldet sich der 160 Mitglieder zählende Verein nun zurück und betont, dass ein späterer Bau eines Familienhospizes nicht ausgeschlossen ist. Nach Umstrukturierung und neuer Ausrichtung ist man nun soweit, dass der Verein wieder loslegen kann. Zur Unterstützung hat man sich mit Martina Wendlandt eine hauptamtliche Kraft mit ins Boot geholt, die seit dem 1. Juni die Koordination übernimmt. Nun konzentriert man sich bei den „Schmetterlingen“ auf den Aufbau eines ambulanten Familenhospizdienstes. Vom Verein wird schon die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche angeboten, die helfen soll, den Verlust einer nahestehenden Person besser verarbeiten zu können. Ab dem 18. Januar wird eine weitere Trauergruppe hinzukommen. Im Aufbau befindet sich derzeit der ambulante Familienhospizdienst, der ehrenamtlich Trauerbegleitung für Kinder und die Familie übernimmt, wenn ein Elternteil lebensverkürzend erkrankt ist. Schließlich soll auch eine ehrenamtliche Sterbebegleitung bei lebensverkürzend erkrankten Kindern geleistet werden.
Um diese Leistungen anbieten zu können, sucht der Verein „Kinder auf Schmetterlingsflügeln e.V.“ Interessierte, die sich zu ehrenamtlichen, hospizlichen FamilienbegleiterInnen ausbilden lassen möchten, zur Vorbereitung auf die Begleitung und Unterstützung von Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind, Jugendlichen oder Elternteil. Der Kurs bietet den Teilnehmern die Möglichkeit, sich mit den Themen Trauer, Tod und Sterben und den damit verbundenen eigenen Gefühlen auseinander zu setzen. Daneben wird entsprechendes Wissen unter anderem aus den Bereichen Kommunikation, Spiritualität, die Familie als System und Trauer bei Kindern vermittelt. Der Kurs, für den eine Gebühr von 150 Euro zu entrichten ist, wird 2012 beginnen und je nach Bedarf in Eutin oder Pansdorf stattfinden. Zum 100-stündigen Kurs gehören auch Praktika. Koordinatorin Martina Wendlandt gibt gerne unter 04504/607370 Auskunft. Der Verein hat sein Büro im ersten Stock des alten Bahnhofs in Pansdorf. www.kasf.de.

 

 

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